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Was ein Chatbot wirklich kostet

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Vor drei Jahren hat ChatGPT eine Industrie in Bewegung gesetzt. Jetzt zeigt sich, was das kostet: 50 Milliarden Dollar, allein in diesem Jahr, allein für Rechenleistung. Greg Brockman, Präsident von OpenAI, nannte die Zahl unter Eid. Nicht in einem Investorengespräch, nicht in einer Pressemitteilung, sondern im Gerichtssaal, während Elon Musk seine frühere Mitgründung verklagt.

Musk war am Anfang dabei. Jetzt wirft er Altman und Brockman vor, sie hätten OpenAI von innen umgebaut und dabei verraten, wofür es ursprünglich stand: Forschung im Interesse der Menschheit, nicht im Interesse von Aktionären. OpenAI sieht das erwartbar anders. Die gemeinnützige Struktur bestehe fort, der gewinnorientierte Arm sei das Mittel, nicht der Zweck gewesen, notwendig, um Kapital in einer Größenordnung zu mobilisieren, die eine Stiftung schlicht nicht stemmen kann.

Was der Prozess sichtbar macht, ist vor allem ein Maßstabsproblem. 50 Milliarden Dollar für Infrastruktur in einem einzigen Jahr. Mehr als eine Billion für die kommenden Jahre angekündigt. Und dass, obwohl die Technologie, nach eigenem Bekunden der Branche, erst am Anfang steht. Der Anwalt der Musk-Seite spielte auf Gier, zitierte aus Brockmans Tagebuch. Brockman erwiderte, Musk habe damals selbst nach vollständiger Kontrolle über den kommerziellen Teil gegriffen, um ein Marskolonie-Budget zu finanzieren.

Man kann über Motive streiten. Über Zahlen weniger. OpenAI verbrennt Geld in einem Tempo, das selbst für Silicon-Valley-Verhältnisse ungewöhnlich ist, während Anthropic, Google und xAI denselben Markt von verschiedenen Seiten bearbeiten. Was dabei herauskommt, weiß noch niemand. Aber wer es sich leisten kann, bis zur Antwort zu warten, hat schon gewonnen.

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