Digitalisierung

Analoge Werte verwandeln sich in digitale – das ist die Grundbedeutung des Begriffes „Digitalisierung“.

Analoge Werte verwandeln sich in digitale – das ist die Grundbedeutung des Begriffes „Digitalisierung“.

Die auf diese Weise entstandenen digitalen Formate können informationstechnisch weiterverarbeitet werden. Eine weitere Bedeutungsebene findet die Bezeichnung innerhalb der digitalen Revolution, welche die Veränderungen, die aufgrund des Aufschwungs des digitalen Zeitalters sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch in der Bildung, Kultur, Politik und natürlich auch der Wirtschaft stattfinden, beschreibt.

Als Synonym für eben diese Neuerungen wird die Bezeichnung „Digitalisierung“ ebenfalls verwendet.

Schnell wird klar, eine eindeutige und allgemeingültige Definition gibt es nicht.
In Anbetracht der Grundbedeutung, beinhaltet der Begriff das Schaffen digitaler Repräsentanten für vorher lediglich analog vorhandene Ereignisse, Informationen oder Objekte. Begonnen hat diese Entwicklung mit dem Digitalisieren von Bild- und Tonaufnahmen und Dokumenten. Die auf diesem Weg erschaffenen digitalen Informationen bestehen aus einer Abfolge von Bits und Bytes und können nun leichter gespeichert, weiterverarbeitet und verteilt werden.Mittlerweile ist der Entwicklungsstand so weit, dass es nicht mehr nötig ist, analoge Vorlagen zu erstellen, denn die gewünschten Elemente können direkt in digitaler Form erstellt werden. Moderne Informationstechniken, wie Datenbanken, Internetanwendungen, Kommunikationsnetze oder Smartphones und Computer erstellen die digitalen Daten nicht nur, sondern speichern, verarbeiten und verteilen sie ebenfalls. Aufgrund des digitalen Formats kann die Arbeit mit den entsprechenden Daten weitaus schneller, einfacher und flexibler gestaltet werden.

Grundlegende Informationen über das Digitalisieren analoger Dateien

Bei der Transformation analoger Daten in digitale Versionen müssen verschiedene Arbeitsschritte durchgeführt werden. Alle analogen Daten, die mithilfe von Sensoren erfasst und gemessen werden können sind für diesen Vorgang geeignet. Beispielhaft dafür gelten jegliche Aufnahmen von Bild und Ton, Dokumente, Magnetfelder und Umgebungswerte, die das Wetter oder Ähnliches betreffen.
Die Sensoren, die zur Messung der umzuwandelnden Dateien angewandt werden sind unter anderem Scanner, Bildsensoren, Mikrofone oder Thermometer. In Form von elektrischen Spannungskurven werden die erhaltenen Werte von den jeweiligen Sensoren an den Analog-digital-Wandler weitergeleitet. Dieser tastet innerhalb bestimmter Intervalle die entstandenen Spannungskurven ab und erfasst dessen Messwerte. Diese Werte überführt er anschließend in eine digitale Form. Nach Beendigung dieses Prozesses werden alle erzeugten Werte gemeinsam in eine leere Datei abgelegt und die digitale Version der analogen Ausgangsdatei wurde erfolgreich erstellt.Im Normalfall werden im Rahmen der Digitaltechnik lediglich binäre Werte verwendet, die nur in den Zuständen 0 oder 1 existieren. Prozessoren können diese sehr schnell und einfach verarbeiten und je nach Belieben dauerhaft oder nur zeitweise speichern. Die Werte werden abhängig von deren Format anhand gewisser Kodierungen und Schemen sortiert. Das Dateiformat liefert wichtige Informationen darüber, welche Datenart enthalten ist und wie mit dieser umzugehen ist.

Die positiven Aspekte der Digitalisierung

Die Anzahl der Vorteile, die die digitale Datenverarbeitung gegenüber der analogen aufzuweisen hat ist beachtlich. Sowohl die Wiedergabe als auch das Bearbeiten, Verteilen und Speichern digitalisierter Dateien geht mit Systemen zur Datenverarbeitung schnell und einfach vonstatten. Dank deren maschineller Lesbarkeit ist eine immense Zeit- und Aufwandersparnis bezüglich des Verarbeitens und Durchsuchens zu verzeichnen. Außerdem kann der bisher benötigte Speicherplatz deutlich reduziert werden, da es möglich ist, Komprimierungsalgorithmen anzuwenden.Bei der häufigen Bearbeitung oder Verteilung von Daten kann es sehr schnell zu Verfälschungen kommen. In digitaler Form können diese minimiert werden, denn die Ursprungsdatei bleibt immer unverändert, vorausgesetzt es wurden im Vorherein die dazu nötigen Maßnahmen getroffen.
Möchten Sie Dateien über einen langen Zeitraum archivieren, ist es wichtig, diese regelmäßig in neuen Speichermedien abzulegen. Analoge Dateien verzeichnen dabei früher oder später Verluste was deren Qualität betrifft. Bei digitalen Dateien ist dies nicht der Fall, denn sie verändern sich während des Vorgangs nicht und können so oft wie es beliebt gespeichert werden. Um sicherzugehen, dass keinerlei Informationen verloren gehen, ist es zusätzlich möglich, Kopien zu fertigen.Das Erstellen von digitalen Versionen analoger Dateien bietet sich ebenfalls an, um die Originale schonen zu können. Durch häufiges Verwenden analoger Informationen, können diese schnell einen Qualitätsverlust erleiden. Häufiges Blättern in Dokumenten, Abspielen von Tonträgern oder das Bestrahlen von Dias können deren Langlebigkeit erheblich beeinträchtigen. Digitale Dateien sind dieser Gefahr nicht ausgesetzt.

Die Schattenseite der Digitalisierung

Ein Qualitätsverlust lässt sich im Zuge der Digitalisierung dennoch verzeichnen, und zwar ein initialer. Das rührt daher, dass während des Abtastens von analogen Signalen lediglich endliche Werte erzeugt werden können. Die Feinheit der Auflösung bestimmt hierbei die Exaktheit der digitalen Abbildung des analogen Originals. Diese Auflösung kann so gewählt werden, dass für den Verbraucher keinerlei Unterschiede zwischen der digitalen und der analogen Version zu erkennen ist. Das digitale Wiedergeben von Tonbandaufnahmen beispielsweise ermöglicht es, den gesamten Frequenzbereich, den der Mensch wahrnehmen kann abzudecken. Ein weiteres Beispiel sind Bildschirme, die über eine so hohe Auflösung verfügen, dass das menschliche Auge nicht mehr dazu in der Lage ist, die einzelnen Bildpunkte zu sehen.